Rückblick in der Evangelisch-altreformierten Kirche

 

Entstehung


Im 19. Jahrhundert ergab sich in den Niederlanden eine Kirchenspaltung, die sogenannte „Afscheiding“. Aufklärung und Liberalismus hatten die Kirche erfasst. Das verunsicherte viele Gemeindeglieder.
Auch diesseits der Grenze – in einem damals überwiegend reformierten Gebiet – wirkte sich diese Bewegung aus. Gemeindeglieder versammelten sich in Häusern und Scheunen. Ihr Anliegen war das „alte reformierte“ Bekenntnis (daher später der Name „altreformiert“). Die altreformierten Gemeinden in der Grafschaft Bentheim und in Ostfriesland sind - fast alle - zwischen 1838 und 1860 entstanden.
Die Entstehung der Niederländisch-reformierten Gemeinde Wuppertal verlief anders. Im Zuge einer Kirchenunion der zuvor lutherischen bzw. reformierten Gemeinden wählte die Gemeinde, deren Prediger Hermann Friedrich Kohlbrügge war, die Unabhängigkeit, um weiter als freie Gemeinde ihr reformiertes Profil zu pflegen. 1983 schloss sich die Gemeinde der Ev.-altreformierten Kirche an, seit 2002 gehört sie mit allen Rechten und Pflichten zum Kirchenverband der Ev.-altreformierten Kirche.




kanzel1-s.jpg (8067 Byte)

kanzel2-s.jpg (7886 Byte)

kanzel4-s.jpg (7375 Byte)








 

 

 

 

Entwicklung


Jahrzehntelang bestand die Ev.-altreformierte Kirche als selbstständige Kirche. Das zeigte sich z.B. im Bereich der theologischen Ausbildung. Im Bereich der Missionsarbeit ergab sich 1905 eine engere Zusammenarbeit mit den altreformierten Gemeinden in den Niederlanden. Im Jahr 1923 schloss sich die Ev.-altreformierte Kirche in Niedersachsen (EAK) „vorläufig“ den „Gereformeerde Kerken in Nederland“ (GKN) an. Seit 1950 ist die EAK eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich eine stetig wachsende Zusammenarbeit mit der Ev.-reformierten Kirche. Heute ist das Verhältnis freundschaftlich und konstruktiv, es gibt gemeinsame Kirchenratssitzungen und Gottesdienste, gemeinsame diakonische und volksmissionarische Aktivitäten und einen „Gemeinsamen Ausschuss", der die Beziehungen bedenken und ordnen soll.
Mit der Vereinigung der „Nederlandse Hervormde Kerk“, „Gereformeerde Kerken in Nederland“ (GKN) und „Evangelisch-Lutherse Kerk in het Koninkrijk der Nederlanden“ zur „Protestantse Kerk in Nederland“ (PKN) zum 1.Mai 2004 endete das bisherige Verhältnis zwischen der EAK und den GKN. Die EAK wird auf dem Weg besonderer ökumenischer Beziehungen mit der PKN zusammenarbeiten.




Aus dem Flyer: "Die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen"
Ausführlicheres zu diesem Thema in der gleichnamigen Broschüre herausgegeben im Auftrag der Synode der Ev.-altref. Kirche in Niedersachsen. ISBN 3-9808655-0-9