Die Evangelisch altreformierte Kirche in Niedersachsen

 


Die Gemeinden der EAK

 

Ostfriesland   Gliederzahlen
Campen seit 1854 226
Emden seit 1856 128
Bunde seit 1858 392
Ihrhove seit 1860 210
Neermoor seit 1861 72

 

Stand 2007

Grafschaft Bentheim   Gliederzahlen
Uelsen seit 1838 693
Bad Bentheim seit 1840 648
Emlichheim seit 1845 1525
Wilsum seit 1848 365
Veldhausen seit 1849 807
Laar seit 1885 259
Nordhorn seit 1911 1037
Hoogstede seit 1953 376
Wuppertal   Gliederzahlen
Wuppertal

seit 1847

259

(Niederländisch-reformierte Gemeinde)

 

 

Presbyterial-synodal geordnet


Die EAK ist eine Freikirche. Die Gemeinden regeln das Gemeindeleben soweit wie möglich selbst. Kirchensteuer wird nicht erhoben, die Gemeindeglieder zahlen freiwillige kirchliche Beiträge. Die Gemeindeleitung ist Aufgabe der Kirchenräte. Ihnen gehören Männer und Frauen im Pastoren-, Ältesten- und Diakonenamt an. Älteste und Diakone werden für vier bis sechs Jahre, Pastoren auf Lebenszeit gewählt.
Kirchenleitendes Gremium ist die Synode. Sie setzt sich zusammen aus Amtsträgern, die von den Kirchenräten entsandt werden. Sie behandelt gemeindeübergreifende Angelegenheiten und Aufgaben wie Gottesdienstordnung, Jugendarbeit, Mission, Ökumene, Diakonie. Nach der presbyterial-synodalen Ordnung darf keine Gemeinde über eine andere herrschen und kein Amtsträger Vorrang haben vor anderen.
Zum Bekenntnis der Kirche gehören das Apostolikum, das Nicaenum und das Athanasianum sowie das Niederländische Glaubensbekenntnis (1559), der Heidelberger Katechismus (1562) und die Dordrechter Lehrsätze (1618/19, ohne Verwerfungslehre).

 

 

 

 

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Kirchliches Leben


Die Gemeinden feiern in der Regel sonntags zwei Gottesdienste, an mehreren Sonntagen im Jahr mit Abendmahl. Üblich ist die Kindertaufe aufgrund des biblischen Bundesgedankens.
Die Kirchengebäude und Gottesdienstordnungen sind schlicht gestaltet, im Gehorsam gegenüber dem nach jüdischer und reformierter Zählung zweiten Gebot (Bilderverbot). Psalmengesang ist Zeichen der Verbundenheit mit Israel.
Die Mitarbeit der Gemeindeglieder kommt u.a. in Vereinen, Chören, Gesprächs- und Aktionskreisen zum Ausdruck, die das Gemeindeleben bereichern.
Der kirchliche Unterricht erstreckt sich über sechs bis acht Winterhalbjahre. Er soll zum Bekennen des Glaubens im mündigen Alter hinführen.
Die EAK arbeitet mit Kirchen in Indonesien und Bangladesch zusammen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Missionsarbeit als direkte Aufgabe der Kirche erkannt und ausgeführt. Im diakonischen Bereich ist die EAK u.a. in Osteuropa, vor allem in Rumänien, tätig. Vierzehntägig erscheint die Kirchenzeitung „Der Grenzbote", monatlich „Der Jugendbote".
Die EAK ist Mitglied des Reformierten Bundes, dadurch auch des Reformierten Weltbundes, des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der landesweiten und regionalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen.

Aus dem Flyer: "Die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen"

Ausführlicheres zu diesem Thema in der gleichnamigen Broschüre herausgegeben im Auftrag der Synode der Ev.-altref. Kirche in Niedersachsen. ISBN 3-9808655-0-9